
Pressemitteilung CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag
Nr. 182/2000 Berlin, 23. März 2000
EU-Gipfel in Lissabon
Zum Europäischen Rat in Lissabon erklärt der medien- und forschungspolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe, Dr. Martin Mayer:
Gefordert sind vor allem EU-weite Anstrengungen zur nachhaltigen Verbilligung der Internetnutzung durch mehr Wettbewerb im Telefon-Ortsnetzbereich. Alle EU-Regierungschefs sind aufgefordert, in ihren Ländern entschieden für die Einrichtung günstiger Internet-Nutzungspauschalen (Flat-Rate) einzutreten. Hier hat insbesondere die deutsche Bundesregierung erheblichen Nachholbedarf.
Die IT-Politik muss in allen EU-Ländern Chefsache sein und gebündelt werden. So muss Rot-Grün die Kompetenz-Aufsplitterung auf mehrere Bundesministerien endlich zugunsten eines herausgehobenen und festen Ansprechpartners in der Bundesregierung überwinden.
Eine weitere Priorität muss die rasche Entwicklung eines europaweiten und liberalen Regelwerks zum elektronischen Geschäftsverkehr (E-Commerce) sein. Dazu gehört auch die Entwicklung ehrgeiziger europäischer Leitprojekte vordringlich beim Thema "Sicherheit von IT-Prozessen". Nachdem dieser Bereich für die Internet-Ökonomie mehr und mehr grundlegende Bedeutung gewonnen hat, sollten EU-weit entsprechende Anstrengungen in enger Kooperation mit der IT-Branche ergriffen werden.
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